Neue Sportstätten auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne

Veröffentlicht am 02.12.2016 in Kommunales
 

Leserbrief von Ivonne Müller, SPD OV Grimma

Ob man eine einmal getroffene Entscheidung zurücknehmen kann, ohne dabei Schaden anzurichten, kann ich nicht beurteilen. Sehr wohl gibt es aber Tatsachen, die ein Umdenken in der besagten Angelegenheit  für sinnvoll erscheinen lassen.

Der beabsichtigte Verkauf der Rasenflächen zugunsten des Neubaus eines REWE Marktes ist meines Erachtens auch von der Fertigstellung der Hochwassermauer abhängig. Da diese aber nicht vor Ende 2018 zu erwarten ist, reden wir also von Dingen, die nicht die unmittelbare  Zukunft betreffen. Wohl aber schon das Image unserer Stadt und vor allem eine Umgestaltung der betreffenden Flächen, sei es nah am Stadtzentrum oder außerhalb.

Bereits in dem Konzept zur Belebung der Innenstadt wird davon gesprochen, dass sich in unserer Stadt  schon zum damaligen Zeitpunkt mehr Einkaufsfläche  pro Kopf  zur Verfügung stand. Mit der erfolgten Erweiterung der Flächen von Lidl und Edeka ist also diese Fläche / Kopf noch gestiegen.  Was nicht in diesem Maße steigt ist das Einkommen der Einwohner.

Daher fände sich ich es wichtig, auch diesen Punkt noch einmal gründlich zu überdenken.

Stadtrat Heyne meint, dass REWE unabdingbar sei, da das Geld gebraucht würde, um die neuen Sportanlagen bauen zu können. Was wäre aber, wenn REWE nicht bauen würde und das Stadion der Freundschaft  mit samt der dort befindlichen Anlagen auf Vordermann gebracht würde?

Sicher steht dann immer noch im Raum, was beim nächsten Hochwasser passieren soll, aber wäre davon nicht auch REWE betroffen? Eine  Instandsetzung der Wili-Schmidt Sportstätten  als "Ersatzstadion" wäre ebenso denkbar wie die Nutzung der anderen Sportstätten (zum Beispiel in Hohnstädt) im Falle eines Ernstfalles.

Wichtig ist vor allem, dass allen Sportarten gerecht gebaut werden  muss, egal ob am neuen oder alten Standort. Und ich wage zu bezweifeln, dass ein Bau und die selbständige Betreibung einer Mehrzweckhalle am neuen Standort billiger werden würde als die Nutzung der Muldentalhalle.

Ein gemeinsames Hand-in-Hand der Stadt Grimma und dem Betreiber der Muldentalhalle sollte die Stadt nicht abhängig davon machen, sondern es könnten ggf. auch andere Synergien genutzt werden.

Wichtig ist zu dem die Realisierung, egal welchen Vorhabens, ohne neue Schulden aufkommen zu lassen. Da der Haushalt, wie allen bekannt ist, nicht mit schwarzen Zahlen verabschiedet wurde ist jedes kleine Loch, was zusätzlich zu stopfen ist ein Kraftakt  der Finanzierung meist zu Lasten der Steuerzahler. Und genau hier könnte vielleicht Plan B ansetzen.

 

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