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14.06.2020 in Ortsverein

Ein Vorbild: Wilhelm Kaisen

 

„Zuversicht und Beständigkeit“ so ist ein Band über Wilhelm Kaisen betitelt. Wer ist dieser Mann eigentlich und warum Wilhelm Kaisen und nicht Willy Brandt oder Helmut Schmidt als ein sozialdemokratisches Vorbild beschreiben?

Weil es um die Sache geht. Weil bei Wilhelm Kaisen immer praktische und pragmatische Lösungen, die jeder verstehen konnte hinter persönlicher Ambition und Eitelkeit zurückstanden.

Wilhelm Kaisen, 1887 geboren, wuchs in einer Arbeiterfamilie in Hamburg auf und startete nach 8-jähriger Schulbildung auch selbst als ungelernter Arbeiter ins Berufsleben. Er trat in die SPD ein und wurde Gewerkschaftsmitglied, bildete sich dann in einem Arbeiterbildungsverein weiter besuchte später auch die SPD Parteischule und wurde schließlich 1928 Bremer Senator für Wohlfahrtspflege.

Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten ging er in die innere Emigration und baute sich eine neue bäuerliche Existenz am Rande von Bremen auf. Diese Hofstelle bewirtschaftete er dann während der Naziherrschaft und auch darüber hinaus, als er nach dem Ende des 2. Weltkriegs Bremer Bürgermeister wurde, er lebte bis zum Ende seines Lebens auf dem Hof. Diese persönliche Bescheidenheit und geerdete Lebensführung trug viel zu seiner Beliebtheit bei den Bremern bei.

Nach dem 2 Weltkrieg war der dann für zwei Jahrzehnte Bremer Bürgermeister und prägte mit einer Politik, die die Stadt von Kaufleuten und Arbeitern zusammenführte den Wiederaufbau und die Entwicklung der Stadt. Seine Beständigkeit ermöglichten die Ansiedlung des Klöckner-Stahlwerks und die Sicherung der Hafenanlagen und Werften nach dem Krieg.

Seine Zuversicht die im Spruch „Kiek nich in‘t Muslock, kiek inne Sünn“ Ausdruck fand, nahm die Menschen mit. Er setzte sich früh für eine europäische Integration ein und legte die Grundsteine für genossenschaftliche Wohnungsbauprojekte, um die Wohnungsnot mit modernen Wohnanlagen zu lindern.

In Zeiten in denen immer mehr politische Lebensläufe entlang der Linie -Abitur-Studium und Mitarbeiter in einem Abgeordnetenbüro-Abgeordneter-Versorgungsposten verlaufen, scheint die Biographie von Wilhelm Kaisen eine nostalgische Erinnerung zu sein. Ich würde mir wünschen, dass sie im Gegensatz dazu wieder zum Vorbild wird, Menschen unabhängig vom Bildungsstatus in die Politik zu holen, werteorientiert aber pragmatisch zu handeln und sich selbst nicht so wichtig zu nehmen.

Ingo Runge

24.05.2020 in Ortsverein

Mein Vorbild: Otto Wels

 

Freiheit und Leben kann man uns nehmen, die Ehre nicht!“ – Unter anderem für diesen Satz aus der letzten freien Rede vor dem Deutschen Reichstag am 23. März 1933 ist Otto Wels bekannt.

Im Namen der SPD-Abgeordneten begründete Wels in seiner Rede die Ablehnung des Ermächtigungsgesetzes, mit dem Hitler die Grundlage für seine nationalsozialistische Diktatur legen wollte. Nur 94 von den 120 Mandatsträgern der SPD schafften es zur Parlamentssitzung in eine Berliner Oper, die nach dem Reichstagsbrand umfunktioniert wurde. Die anderen Sozialdemokraten wurden gewaltsam vom Betreten abgehalten oder befanden sich auf der Flucht. Zum Zeitpunkt der Rede waren bereits alle Mandate der KPD aufgehoben wurden; neben den Abgeordneten des Reichstags zeigten sich SA- und SS-Männer im Saal. Trotz der unmittelbar nach der Abstimmung drohenden Verleumdungen, Verfolgungen und Verhaftungen, stimmten alle anwesenden Abgeordneten der SPD gegen das Ermächtigungsgesetz. Die restlichen Reichstagsabgeordneten, unter den sich auch die Mitglieder der anderen demokratischen Parteien befanden, stimmten dafür. Zu ihnen gehörte bspw. auch der spätere erste Bundespräsident Theodor Heuss.

Blicke ich auf die geschilderte Situation, ist es viel Pathos, der mit Otto Wels denkwürdigen Satz mitschwingt. Es steht aus meiner Sicht gleichermaßen für die Grundsätze des Rechtsstaats und Parlamentarismus sowie der Freiheit und Menschlichkeit. Der Vorwärts schrieb dazu vor einiger Zeit: „Mit seinem Mut […] hat der SPD-Vorsitzende Otto Wels in finstersten Zeiten Deutschland ein kleines Stück Ehre gerettet“. Dieses Handeln macht Otto Wels zu einem meiner Vorbilder!

Martin Reichel

28.04.2020 in Ortsverein

Mein Vorbild: Frank Walter Steinmeier

 
Bild Copyright "Bundesregierung/Steffen Kugler"
Quelle: Bundesregierung/
Steffen Kugler

Der Bundespräsident fasziniert mich mit seiner ruhigen und besonnenen Art und seiner wirklich sehr sympathischen und bodenständigen Ausstrahlung.

Er wählt seine Worte mit Bedacht und macht sich Gedanken um alle Schichten in unserer Bevölkerung.
Er gilt für mich als ein Politiker von Format und Rückgrat. Davon sollte es mehr geben!

Seine Zitate und Reden sind ansprechend und verständlich, mit seinem Privatleben geht er nicht hausieren, sondern behält es für sich. Er ist keiner, der es nötig hat, um Sympathiepunkte zu betteln. Er zeigt uns, dass man religionsübergreifend zusammen arbeiten , leben und auch regieren kann. Als evangelisch- reformierter Christ in der SPD.  Er positioniert sich klar im Kampf gegen rechts.

Er strahlt für mich aus, dass er „ einer von uns“ ist- nicht abgehoben, elitär oder eingebildet.
Besonders gefällt mir das Zitat:

„Demokratie heißt immer, ein Stück eigener Kontrolle abzugeben, um gemeinsam handeln zu können.“

Ivonne Müller

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